Ein Fenster in eine andere Welt...

Kl. Sr. Consuelo lebt in Montpellier. Sie widmet sich v.a. der Ikonenmalerei zu widmen. Sie erzählt uns, was diese Kunst für sie bedeutet:

Heutzutage haben viele Menschen den Wunsch zu sehen, anzufassen, Erfahrungen zu machen. Bilder haben eine grosse Bedeutung in unserem Alltag gewonnen: Der Fernseher trägt uns ständig neue Bilder ins Haus, das Internet eröglicht jederzeit einen Ausflug in die Bilderwelt und unsere Zeitschriften haben immer mehr Bilder und immer weniger Text. Manchmal ist es sogar schwer, sich der Bilderflut zu entziehen. Bilder können die Realität darstellen, aber bisweilen manipulieren sie sie auch. Viele Bilder fallen sozusagen über uns her und es ist nicht immer leicht, einen Abstand zu ihnen zu finden.

Die Art von Kunst, die wir seit Urzeiten "sakrale Kunst" nennen, will das im Bild ausdrücken, was uns per Definition auch entzogen ist : die Sphäre Gottes. Die christliche Ikonographie will auf unsichtbare Realitäten verweisen, ober besser gesagt, auf Realitäten, die nur mit den Augen des Glaubens zu schauen sind.

Wie sich ein Bild vom Unsichtbaren machen ?
Wie das darstellen, was unvergleichlich ist und grenzenlos?
Wenn du verstanden hast, dass Gott für dich Mensch geworden ist, so kannst du auch sein menschliches Antlitz abbilden.
Denn das Unsichtbare ist Fleich geworden und du kannst den darstellen, der unter uns hat wohnen wollen.
So halte denn den Menschen das Bild desssen, der erschienen ist zur Betrachtung entgegen.

(Johannes Damascenus)


Die christliche Ikonographie basiert also auf dem Geheimnis der Menschwerdung : Immanuel - Gott mit uns.