Im Hören auf den Geist Gottes…
Generalkapitel der Kleinen Schwestern
vom Evangelium

Vom 2.-29. August 2013 trafen sich 17 Kleine Schwestern zum Generalkapitel.


Das Generalkapitel ist die höchste Instanz, die es in einer Ordensgemeinschaft gibt. Gewählte Schwestern aus den verschiedenen Gemeinschaften in aller Welt treffen sich, um über die Prioritäten der kommenden Jahre zu beraten wie auch um die Ordensleitung für die nächsten sechs Jahre zu wählen.

Dem Generalkapitel geht eine intensive Vorbereitungszeit voraus, an der sich alle Kleine Schwestern beteiligen.


In diesem Jahr fiel das Generalkapitel mit dem „Jubiläumsjahr“ zum 50-jährigen Bestehen unserer Gemeinschaft zusammen, die am 1. Dezember 1963 gegründet worden war: Einladung zum Rückblick auf das Werden der Gemeinschaft, auf die Entfaltung der Spiritualität im Laufe der Jahre in den unterschiedlichen Ländern, auf schwierige Wege wie auf Neuaufbrüche. Und in all dem das Suchen danach, wie wir heute Zeuginnen der befreienden Botschaft des Evangeliums sein können.

Die Wochen des Generalkapitels waren eine Zeit intensiver Gespräche und Beratungen:
Wie leben wir heute unser Charisma in den unterschiedlichen Ländern und Fraternitäten?
Welche neuen Herausforderungen nehmen wir wahr:in der Gesellschaft, im Zusammenleben der Völker und Kulturen, in der kirchlichen Realität?
Was bedeutet dies für uns als Gemeinschaft?


Einige Schwerpunkte der inhaltlichen Beratungen: die Bedeutung der Arbeit als Ausdruck und Konkretisierung unserer Spiritualität, interkulturelle Begegnung (in- und außerhalb der Gemeinschaft), unser Armutsgelübde im heutigen wirtschaftlichen Kontext, das Miteinander verschiedener Generationen in unserer Gemeinschaft, die Bedeutung der Ökumene und des interreligiösen Dialoges, die Bewahrung der Schöpfung. Auch eher interne Themen wurden bearbeitet: intensiv beschäftigten wir uns mit der Ausbildung zum Ordensleben wie auch mit unseren Leitungsstrukturen und ihrer Hinordnung auf gemeinschaftliche Mitverantwortung.

Es war eine Zeit intensiven Hörens aufeinander, des Austausches und des Suchens nach den richtigen Wegen in die Zukunft. Dies war eingebettet in die Zeiten persönlicher Besinnung und gemeinschafltichen Betens, um hinzuhören auf Gottes Geist, um zu unterscheiden, wohin ER uns führen möchte. Die daraus erwachsenen Orientierungen gilt es nun hineinzuübersetzen in die unterschiedlichen Lebensrealitäten unserer Gemeinschaften, damit sie so im Laufe der kommenden Jahre konkret Gestalt annehmen können.



Der neue Generalrat


Abschlussgottesdienst